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PROJEKTERINNERUNGEN 2016

PROJEKT „WIR SCHAUEN DIR IN DIE AUGEN”

Bei diesem Projekt sollte sichergestellt werden, dass alle ein gutes Sehvermögen aufweisen, da dies vor allem bei Mädchen und Jungen eine Grundvoraussetzung für eine angemessene körperliche und geistige Entwicklung ist. Es gibt immer noch benachteiligte Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter, die nicht die Möglichkeit haben, sich Sehtests zu unterziehen.

Die ersten Sehtests wurden Ende Mai bei Mädchen und Jungen durchgeführt, die wir in die Offenen Stätten von Katalonien (Sozialeinrichtungen zur Unterstützung benachteiligter Kinder) eingeladen haben. Daher sind wir in die Stadt Viladecans sowie in die Stadtviertel El Raval und La Mina in Barcelona gefahren, wo wir insgesamt 228 Mädchen und Jungen untersucht haben und 81 Sehhilfen verteilt haben.

Offenen Stätten von Katalonien:

Um dieses Projekt zu verstehen, müssen wir den Begriff Offene Stätte erklären. Dabei handelt es sich um eine Sozialeinrichtung, die Kindern außerhalb der Unterrichtszeit Unterstützung bietet, diese fördert und vor allem auf deren Persönlichkeitsentwicklung, ihre Eingliederung in die Gesellschaft, die Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen setzt und Freizeitgestaltung betreibt. Auch sozialpädagogische Mängel der betreuten Personen versucht man durch die Arbeit mit dem Einzelnen, in der Gruppe, mit der Familie, im Netzwerk und innerhalb der Gemeinschaft auszugleichen.

Zu den Hauptaufgaben der Offenen Stätte gehört die Betreuung minderjähriger Risikokinder, deren persönliche Entwicklung sowie ihre Eingliederung in die Gesellschaft. Es werden ihnen auch Kompetenzen vermittelt, um eine Verschlechterung ihrer Risikosituation zu verhindern oder dieser vorzubeugen, wobei der Ansatz an den sozialpädagogischen Schwachstellen liegt.

Teilnehmer:

Zur Umsetzung dieses Projektes haben wir mit zwei weiteren großen Einrichtungen unsere Kräfte gebündelt, die im Optikerbereich auf einen großen Erfahrungsschatz zurückblicken können. Vision for Life von Essilor ist ein Wohltätigkeitsprogramm zur raschen Verwirklichung von Initiativen, mit denen versucht wird, die Sehschwäche über Bewusstseinsbildungsmaßnahmen, Weiterbildung und die Schaffung von grundlegenden Strukturen zugunsten der Augengesundheit zu verbessern. Dieses Programm wurde von ESSILOR entwickelt und ist Teil seiner unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung. Wir müssen uns stets die Vision von ESSILOR vor Augen halten, nämlich die „Verbesserung des Lebens durch ein besseres Sehvermögen“. Die andere Einrichtung ist die Fakultät für Augenoptik und Optometrie in Terrassa, das Centro Universitario de la Visión in Terrassa. Diese Einrichtung möchte eine hochwertige Anlaufstelle für Augen- und Sehbetreuung darstellen  und strebt in ihren Bereichen Lehrtätigkeit und Forschung nach universitärer Spitzenleistung. Zu den Zielen dieser Fakultät gehört die Schaffung einer engeren Verbindung zur Gesellschaft, womit die starke soziale Rolle der Universität verdeutlicht wird.

Nicht vergessen dürfen wir die solidarischen Optiker und Optikerinnen, die unserem Aufruf zur Mitwirkung folgen.

 

AUGEN IM SENEGAL

Bei unserem Projekt im Senegal werden die Augen aller Jungen und Mädchen untersucht, welche die weit entfernten Schulen auf dem Land besuchen, die mit geringen Mitteln ausgestattet sind. 2016 sind wir zweimal in die Gebiete Bakel und Kaolack gereist. Dort haben wir 800 Kinder untersucht und in 210 Fällen die Notwendigkeit für eine Brille festgestellt.

Zur Verwirklichung dieses Projekts haben wir mit zwei Einrichtungen zusammengearbeitet, die im Senegal im Bereich Augengesundheit sehr viel Erfahrung angesammelt haben.

Die 2013 gegründete Vereinigung Mirades ist eine gemeinnützige, auf Augenoptik spezialisierte Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, an der Ausmerzung der Blindheit mitzuwirken, die auf unkorrigierte Refraktionsfehler zurückzuführen ist.

Die Vereinigung Gesta-África ist seit 10 Jahren im Senegal tätig, wo sie Projekte im Gesundheitsbereich verwirklicht. In den letzten fünf Jahren hat sie sich auf Augenheilkunde spezialisiert und führt Operationen durch.

Die Sehhilfen für die 210 Kinder wurden vom Konzern Prats und Vision for Life von Essilor bereitgestellt.

 

SOLIDARISCHER OPTIKERLADEN IN MOSAMBIK

Im November haben wir in Inhambane in Mosambik einen „solidarischen Optikerladen” eröffnet, der von einer Frauenvereinigung geleitet wird, was zu einem Empowerment eben dieser Frauen führt. Wir haben nämlich festgestellt, dass viel weniger Frauen ihr Recht auf Augengesundheit wahrnehmen als Männer.

Dieser Laden wird deshalb solidarisch genannt, weil dort der Preis einer Brille mit Sehstärke deutlich unter dem üblichen Marktpreis liegt. Daher hat auch ein breiterer Teil der Bevölkerung die Möglichkeit, solche Brillen zu erhalten. In besonderen Armutsfällen werden die Brillen kostenlos bereitgestellt.

Die Brillenfassungen, die Gläser, die Maschinen und Geräte sowie die Ausrüstung der Werkstatt wurden von der Stiftung Ulls del Mon und unserer Stiftung zur Verfügung gestellt. Die damit von den Frauen der Vereinigung erwirtschafteten Einnahmen werden zwei Jahre lang gespart, da wir zwei Jahre lang das Material unentgeltlich zur Verfügung stellen und beliebige, an den Geräten auftretende Schäden kostenlos reparieren. Nach zwei Jahren können die Frauen den gesparten Gewinn dann für den Ersatz neuer Geräte und den Kauf neuer Materialien einsetzen, um weiterhin Brillen anzufertigen. Auf diese Weise entsteht eine sich selbst tragende Geschäftsidee.

In der Provinz Inhambane mit 1.300.000 Einwohnern gibt es zurzeit nur diesen einen Optikerladen.

Für die Umsetzung dieses Projekts haben wir mit der Stiftung Ulls del Món zusammengearbeitet, die uns dieses Projekt vorgeschlagen hat.

 

GANZHEITLICHES AUGENGESUNDHEITSPROJEKT IN DAR SALAM; DIALOKOTO, SENEGAL

Die Etnia Barcelona-Stiftung hat das Augengesundheitsprogramm vorangetragen, um gleichzeitig das ganzheitliche Gesundheitsprojekt zu stärken und dafür zu sorgen, dass sich noch mehr Familien daran anschließen. Wir haben an einem Großteil der Einwohner von Dar Salam, an 150 Erwachsenen, einen Sehtest durchgeführt und waren in den Schulen der Dörfer Dar Salam und Niemenike, wo wir 450 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 4 und 16 Jahren sowie deren Lehrer untersucht haben.

60 Personen erhielten eine Brille.

Das Augengesundheitsprogramm ist Teil des ganzheitlichen Gesundheitsprojektes, das von der Genossenschaftsvereinigung Fallou ONGD in der ländlichen Gemeinde Dialakoto ins Leben gerufen wurde. Durch die Einrichtung einer örtlichen Gesundheitsgenossenschaft soll über ein lokales Beitragssystem dafür gesorgt werden, dass die Gemeinde dort mit einem kleinen „universellen“ Gesundheitsversorgungssystem ausgestattet wird, über das die Menschen Zugang zu einer effizienten und hochwertigen „Grundversorgung“ erhalten.

Damit soll die gesamte Bevölkerung ein ganzes Jahr lang kostenlos betreut werden (mit der Erstellung von Diagnosen und der frühzeitigen Behandlung von schwerwiegenden Krankheiten wie Malaria zur exponentiellen Senkung der Sterblichkeitsrate). Außerdem sollen so die Kosten für die Arzneimittelversorgung verringert und ein Krankenwagen bereitgestellt werden, mit dem in Notfällen die Schwerstkranken ins allgemeine Krankenhaus von Tambacounda geliefert werden können.

Dieser Genossenschaft sollten sich so viele Dörfer wie möglich anschließen, um das senegalesische Gesundheitsministerium davon zu überzeugen, einen offiziellen Amtsarzt einzusetzen und diesen auch zu entlohnen.

Teilnehmer: Die Stadtverwaltung Viladecans, welche die Reise finanziell unterstützt hat, die NRO FALLOU, ESSILOR-SIVO-SENEGAL

 

EXPEDITION NACH MAURETANIEN MIT DER BARRAQUER-STIFTUNG

Mauretanien war unser Bestimmungsland; das Ziel der Barraquer-Stiftung war es, die größtmögliche Zahl an Menschen zu operieren, die am Grauen Star erkrankt waren und unsere Aufgabe bestand darin, die Sehschwäche der Bevölkerung Mauretaniens festzustellen und zu korrigieren.

Auf dieser siebentägigen Expedition haben wir 850 Männer, Frauen und Kinder untersucht. Bei 186 davon haben wir die Notwendigkeit für eine Brille festgestellt. 200 am Grauen Star operierte Patienten haben von uns eine Sonnenbrille erhalten.

Teilnehmer: Dank der Spende der Gläser durch den Prats-Konzern konnten wir bei unserer Reise nach Mauretanien alle Menschen mit einer Brille versorgen, bei denen dafür die Notwendigkeit bestand. Ein weiterer Teilnehmer war die Barraquer-Stiftung.

 

BRILLENFASSUNGEN, DIE AN ANDERE EINRICHTUNGEN GESPENDET WURDEN.

Brillenfassungen, die an andere Einrichtungen gespendet wurden, welche Projekte umsetzen, die auch uns am Herzen liegen.

  • 2000 Brillen – Flüchtlingslager in Tindouf
  • 5040 Brillen – Fakultät für Augenoptik und Optometrie Terrassa mit der Unterstützung des Sozialprogramms, das Sehtests für mittellose Menschen vorsieht.
  • 400 Brillen – Oberschule Joan Brossa in Barcelona, die das schuleigene Sozialprogramm unterstützt.
  • 150 Brillen für die vom Erdbeben in Italien betroffenen Menschen. 

Dieses Jahr haben wir insgesamt 9.492 Fassungen für Seh- und Sonnenbrillen gespendet.

Wir haben insgesamt 3.991 Personen untersucht (vorwiegend Jungen und Mädchen).

Wir haben 703 Brillen mit Sehstärke an Jungen und Mädchen im schulpflichtigen Alter gespendet.